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Veranstaltungstechnik - ein Wochenende rund um Ton, Licht, DJ und VJ

 

Frauen, die Turntables, Mischpulte und Soundanlagen bedienen, sind noch immer mehr Ausnahme als Regel.
Das Frauenmusikzentrum will im technischen Bereich Frauen den Zugang erleichtern, einen Freiraum bieten, in dem ohne Hemmungen und Leistungsdruck ein Ausprobieren möglich ist und ein selbstbewusster Umgang mit Technik gefördert wird.
Mit der Durchführung von Workshops wird ganz konkret Grundwissen vermittelt, um eigene Veranstaltungen verwirklichen zu können.

 

Workshop 1: Tontechnik

Was macht dieser Knopf? Warum kommt jetzt nichts? Was ist eine DI-Box? Wie verbessere ich meinen Bandsound?

Dieser Workshop bietet eine praxis-bezogene Einführung in die Welt der Tontechnik. Schwerpunkt ist das Mischen von Live Musik/ Performance in kleinen Clubs und Proberäumen. Einige Punkte, die wir uns anschauen werden sind:

  • Wo fängt Sound an? Wie bringe ich ein Instrument zum klingen und wie kann ich es am besten verstärken?
  • Welches Equipment brauche ich, um eine Band live zu verstärken?
  • Vorbereitung und Planung der eigenen Arbeit: Reihenfolge der einzelnen Schritte beim Live-Konzert-Mischen
  • Aufbau einer Beschallungsanlage  / PA; Aufbau und Funktion einer Monitoranlage.
  • Raumakustik / Die Anlage auf den Raum einstellen.
  • Das Mischpult – was ist das alles und wie arbeite ich sinnvoll und übersichtlich?
  • Signal Processing: Kompressoren, Gates, Limiter, EQ etc Effekte – Hall, Delay  etc.
  • Alles steht aber es funktioniert trotzdem nicht: Trouble Shooting und Fehlerquellen ausschliessen.
  • Einüben der Arbeitsabläufe bei einem Soundcheck
  • Soundcheck und Abschlusskonzert mit einer Band

Dozentin: Peta Devlin ist Musikerin, Komponistin, Tontechnikerin und Produzentin. Die gebürtige Britin war Bassistin und Sängerin bei „Die Braut haut ins Auge“ und „Oma Hans“. Bei „Hoo Doo Girl“ spielte sie außerdem Gitarre und Schlagzeug. Seit 1999 macht sie Alternative Country mit der Band COW. Aktuell spielt sie bei „Mars Needs Women“ und tourt als Sängerin, Gitarristin und Mandolinistin mit der „Bela B. Band“. Im Soundgarden Studio in Hamburg arbeitet sie als Tontechnikerin u. a. für Die Sterne, Blumfeld, Stella, Superpunk, Schrottgrenze und produziert deren Alben. Seit 2007 ist sie freiberuflich als Tontechnikerin z. B. für die Theatergruppe Showcase Beat le Mot tätig.

 

Workshop 2: Lichttechnik

Wo gutes Licht scheint, ist es noch lange nicht hell, und wo Mischpulte stehen, sind meistens keine Frauen_Trans* dahinter. electricdress lädt euch ein: Beleuchtet euer Lieblingsevent, taucht eure Partyräume in Farbe, macht Kleines sichtbar, holt die Blässe aus der Wand!
Der Workshop versetzt euch in die Lage, mit analoger und digitaler Lichttechnik kleine Veranstaltungen zu inszenieren, die euch am Herzen liegen.

Dozentinnen: electricdress

Selbstverständnis: Die Initiative electricdress (ed) organisiert seit 2007 nichtkommerzielle und selbstorganisierte Bildungs- und Musikveranstaltungen im queerfeministischen Bereich. Die Mitglieder der Gruppe wohnen in Berlin, Hamburg und Potsdam und sind neben Studium und Arbeit in verschiedenen Bereichen der (Kultur-)politik meist ehrenamtlich tätig. Mit ihren Aktionen versucht electricdress, die Veranstaltungslandschaft mit allen Beteiligten zu verändern und die Zugangsmöglichkeiten für Frauen_*Trans zu technischen Umsetzungs- und Ausdrucksmöglichkeiten zu erweitern. Gleichzeitig versteht sich electricdress als Netzwerk, aus dem heraus neue Prozesse entstehen und sich neue Zusammenhänge bilden können.

www.dresselectric.de

 

Workshop 3: DJ-ing und digitale Live Performance

DJ-ing bedeutet heute nicht mehr Musik von Schallplatten aufzulegen. Heute steht in den Clubs neben CD-Playern auch ein Laptop, und statt DJ-Mischpult finden sich häufig diverse Controller mit bunten Knöpfen und Drehreglern. Auch bei einem Live-Konzert elektronischer Musik sieht das Setup oft gleich aus. Wo liegt der Unterschied zwischen DJ-ing und Live Performance? Die Übergänge sind fließend. Looping, Sampling, Live Remixing, Integration eigener Beats und Soundsamples sind genauso Bestandteil eines DJ-Sets wie einer Live Performance. In diesem Workshop werden verschiedene Möglichkeiten und Konzepte vorgestellt, Musik zu präsentieren. Die Teilnehmerinnen erarbeiten eine eigene kleine DJ- bzw. Live Performance, wahlweise mit CD-Playern, mit der Software Ableton Live oder mit ihrem eigens mitgebrachten Equipment. Sie entwickeln eine individuelle Performance-Strategie passend zu ihren musikalischen Vorhaben und lernen unterschiedliche Möglichkeiten kennen, um ihre Performance auszuarbeiten und zu optimieren.

Voraussetzung: eigenes Notebook vorteilhaft, aber nicht zwingend notwendig

Dozentin:
Maya Consuelo Sternel
ist Musikerin, DJ, ausgebildete Toningenieurin und die erste von Ableton zertifizierte Trainerin für die Software Live. Unter ihrem Künstlernamen Donna Maya veröffentlicht sie Schallplatten und CDs, schrieb Filmmusik (u. a. für „Kurz und Schmerzlos“ von Fatih Akin) und komponierte Turntable-Konzerte für Kammerphilharmonie und DJ. Ihre Arbeiten wurden auf der Transmediale in Berlin, auf dem Sonar Festival in Barcelona und zur Eröffnung der Pinakothek der Moderne in München aufgeführt.

Sie ist Dozentin für Musikproduktion in Berlin, sowie weiteren Universitäten und Schulen tätig und leitet die Online-Schule UPSTART Online Music Education. Außerdem schreibt sie für die Musikzeitschrift „Beat“ und ist Autorin des Buchs „Beat Programmierung“. www.donnamaya.de

 

Workshop 4: VJ-ing

VJing bedeutet, Musik visuell zu unterstützen und zu interpretieren. Besonders in Clubs sind Visuals seit den 90ern zu finden. Die Idee ist, die vorhandene Lichttechnik zu erweitern, den Raum in Bewegung zu bringen und das Publikum durch visuelle Reize in verschiedene Stimmungen zu versetzen. Auch DJs und Bands unterstützen ihre Musik mit bewegten Bildern. Aber welche Technik brauche ich dafür und wie produziere ich Material für ein VJ-Set? Mit welchen Programmen kann ich was erreichen und umsetzen? In dem Workshop wird Bildmaterial zusammengetragen und in der VJ-Software Modul8 verarbeitet. Nach dem Workshop haben die Teilnehmerinnen ein umfangreiches Wissen über die Arbeit einer VJ, die Erstellung von Bildmaterial, die nötige Technik und Software für den Auftritt. Alle Teilnehmerinnen werden ihr individuelles VJ-Set für die Liveperformance zur Verfügung haben.

Voraussetzung: Eigenes Macbook

Dozentin:

Marie-Louise Stoll ist gelernte gestaltungstechnische Assistentin und studierte Kultur- und Medienpädagogin. 2008 nahm sie an einem VJ-Workshop für Frauen im Rahmen von „doitherself“ aus Leipzig teil. Aus diesem Zusammenhang bildete sich ein VJ-Kollektiv, das gemeinsam auf Veranstaltungen auftrat. Mittlerweile arbeitet sie allein und verdient neben der VJ-Tätigkeit ihren Lebensunterhalt mit der Planung und Durchführung verschiedener Workshops. Für Kinder und Jugendliche gab sie 2012 und 2013 VJ-Workshops.

 

Ablauf

Die Workshops verlaufen gleichzeitig; es gibt einen gemeinsamen Beginn, Mittagessen und Abschluß, wo Ergebnisse aus den Workshops zusammengetragen bzw. den anderen Teilnehmerinnen präsentiert werden.

Voraussetzung: Für Musikerinnen und Technikinteressierte, mit und ohne Vorkenntnisse.

Zeiten: Fr, 12.06. 18 – 22 Uhr; Sa, 13.06. 10 – 18 Uhr, So, 14.06. 11 – 16:30 Uhr

Ort: Frauenmusikzentrum e.V. (fmz), Große Brunnenstr. 63a, 22763 HH-Ottensen und Stadtteil&Kulturzentrum „Die Motte“, Eulenstr. 43, 22765 HH-Ottensen

Kosten: pro Workshop 60 bis 90 €, je nach persönlicher Situation; weitere Ermäßigungen nach Absprache mit dem fmz möglich

Anmeldung und weitere Infos: info@frauenmusikzentrum.de

 

Diese Veranstaltung ist eine Kooperation vom fmz mit der Motte. www.diemotte.de