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Interview Maria Pallasch und Ise Bosch
Abendjournal, NDR 90,3 am 26.02.2013

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Das FMZ im ALTONA MAGAZIN
Winter 2013/2014

 

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Zur Rettung des FMZ, 21.02.2013:

Pressemitteilung der Kulturbehörde

Pressemitteilung des Frauenmusikzentrum

EMMA-Ausgabe Juli/August 2013 zur Rettung des FMZ:

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Ausgerechnet zum Jubiläum: Frauenmusikzentrum gekündigt

Elbe Wochenblatt, 22.Februar 2012
Vermieter will Teile des Clasenhofs verkaufen.

Von Angela Dietz.
Das Frauenmusikzentrum e.V. (fmz) in Ottensen verliert seine Räume. Der Vermieter hat der mit dem Stadtteil stark verbundenen Kulturinstitution zum 31. März 2013 gekündigt. Der Grund: Er will Teile des Clasenhofes in der Großen Brunnenstraße 63 für knapp eine Million Euro verkaufen. Die Hiobsbotschaft platzt mitten ins große fmz-Jubiläum. Seit 25 Jahren schon ist die bundesweit einmalige Einrichtung Hort weiblichen Musikschaffens.
„Das war ein ziemlicher Schlag“, seufzt fmz-Geschäftsführerin Maria Pallasch. Ohne die Übungsräume steht die Frauenmusikszene ohne Heimat, ohne „Arbeitsplatz“ da – ein undenkbarer Zustand für die Musikerinnen. Die Probenräume sind ausgebucht, die Mitgliederzahlen steigen stetig. „Im fmz proben blutige Anfängerinnen und Profis, Rockbands, Jazzorchester, Singer-Songwriterinnen und Klassikensembles“, berichtet Maria Pallasch, die selbst Gambe spielt. Die Musikerin und Kulturmanagerin deutet den Verkauf und die damit einhergehende Kündigung als voranschreitende „Gentrifizierung“ des Viertels: Sozial Schwache werden verdrängt. „Mit dem fmz muss ein weiterer Teil der vielgepriesenen Kreativität im Stadtteil weichen“, erklärt sie.
Der ersten Aufregung folgen eine ganze Reihe von Aktivitäten. Besonders forsch erscheint die Idee, selbst eine Investorengemeinschaft mit finanzstarken Partnerinnen und Partnern zu bilden, um dem Vermieter ein Angebot machen zu können. Eine andere Variante lautet: Kaufinteressenten finden, die dem fmz gewogen wären. „Wir verbreiten die Idee ganz schnell über unsere Netzwerke“, erläutert Maria Pallasch. Über die Netzwerke erreichen das fmz außerdem etliche Solidaritätsbekundungen, wertvolle Infos und Hinweise.
Auch die Kulturbehörde, die die Einrichtung finanziell fördert, haben fmz-Team und Vorstand um Unterstützung gebeten. „Wir haben mit dem fmz und der Kreativgesellschaft Gespräche aufgenommen“, sagt Kulturbehördensprecher Enno Isermann. „Wir hoffen sehr, dass geeignete Anschlussräume gefunden werden.“ Ob es dann Gelder aus dem Behördentopf für die teure, aber unbedingt notwendige Schallisolierung neuer Räume gibt, ist derzeit noch offen.

Artikel einsehbar unter folgendem Link:

www.elbe-wochenblatt.de/altona/lokales/ausgerechnet-zum-jubilaeum-frauenmusikzentrum-gekuendigt-d6231.html

 


 

21.02.2012, NDR, Hamburg Journal

Das Frauenmusikzentrum ist Thema im NDR Hamburg Journal!
Unter folgendem Link könnt ihr den Beitrag nochmals sehen:

www.ndr.de/fernsehen/sendungen/hamburg_journal/media/hamj17181.html

 


 

Frauenmusikzentrum: Investor dringend gesucht

14.02.2012, Hamburger Abendblatt
Die Zukunft der 100 Aktiven des Frauenmusikzentrums (FMZ) im Stadtteil Ottensen ist nach der Kündigung der Räume Ende Januar ungewiss.

Hamburg. "Die Kündigung war erst mal ein Schock. Aber wir werden den Kopf nicht in den Sand stecken. Wer weiß, was das auch für eine Chance sein kann", sagt Maria Pallasch, schaut zuversichtlich und lächelt offen. Es ist bemerkenswert, welchen Optimismus die 31-Jährige derzeit entwickelt. Ende Januar war dem Frauenmusikzentrum (FMZ) in Ottensen, dessen Geschäftsführerin sie ist, vom privaten Vermieter gekündigt worden. Seit 25 Jahren bietet das Haus im Hinterhof der Großen Brunnenstraße Musikerinnen ein entspanntes kreatives Umfeld, um sich auszuprobieren, zu üben, zu entfalten.

Erst vor fünf Jahren ist das FMZ aufwendig umgebaut worden. Jetzt sucht Pallasch gemeinsam mit den derzeit gut 100 Aktiven dringend nach einem Investor oder Stifter, der das Objekt als Kapitalanlage kauft und den Verein dort weiterhin als Mieter führt.

"Das wäre unsere Traumvorstellung", sagt Pallasch. Erste Gespräche seien bereits gelaufen, aber bisher ohne Ergebnis. Und die Zeit drängt. Der Eigner führe bereits Interessenten durch die Räume. Und die blicken dann auf ein Banner im Foyer, auf dem steht: "Wir wollen bleiben!" Drei, vier Wochen hätte das FMZ wohl noch Zeit, um einen Geldgeber zu finden, der diesen Wunsch Wirklichkeit werden lässt, schätzt Pallasch. Und sie erläutert das Zahlenwerk: 875 000 Euro sollen die 414 Quadratmeter kosten, von denen das FMZ 229 nutzt. "Der Rest ist Bürofläche des Vermieters. Aber der will in die HafenCity ziehen", sagt sie. Die Summe selbst aufzubringen sei für den Verein vermutlich zu teuer.

"Der Preis ist unverschämt, da wird ein Scheinmarkt geschaffen", empört sich Kathrin Angelstein und verschränkt die Arme in ihrem Kapuzenpulli. Seit knapp zwei Jahren probt sie mit ihrem Quartett Gebrüder Burghardt in einem der fünf Proberäume. Schlagzeug, Gitarre, Bass und Mikrofon, Verstärker, Kabel und ein mobiles Aufnahmestudio - all das finden die Frauen vor Ort. Und sie sind nicht die Einzigen. Hinter den Doppeltüren üben Pianistinnen, Sängerinnen und Saxofonistinnen. Eine Drummerin tackert einen Beat. Kein Nachbar in einem Mietshaus würde dieses Training lange mitmachen. Das FMZ ist ein Freiraum, akustisch und künstlerisch.

"Stilistisch geht das bei uns von Heavy Metal bis zur Oper. Der Schwerpunkt ist Rock-Pop, aber wir haben auch ein Dudelsackduo", erzählt Pallasch, die als Flötistin bei dem Ensemble Elb' an Flutes aktiv ist. Vor knapp einem Jahr übernahm sie die Geschäftsführung von Susie Reinhardt. Und sie genießt den generationenübergreifenden Charakter des Vereins, in dem Frauen von zehn bis 70 Jahren musizieren. "Ins FMZ kommen auch noch Gründungsmitglieder, denen reißt man das zweite Zuhause unterm Hintern weg", sagt Angelstein. Wie die anderen zahlt sie 45 Euro Beitrag im Monat. Dreiviertel der Kosten bestreitet das FMZ aus eigenen Einnahmen. 20 000 Euro Förderung steuert die Kulturbehörde jährlich bei.

Wenn sich jedoch nicht rechtzeitig ein Investor findet, muss sich die Initiative nach einem anderen Domizil umsehen. Glück im Unglück: Erst zum 31. März 2013 müsste der Verein aus der Nummer 63a ausziehen. Mit Kulturbehörde und Kreativgesellschaft hätte es bereits "sehr gute Gespräche" gegeben, sagt Pallasch. Sie bleibt zuversichtlich.

Artikel einsehbar unter folgendem Link:

www.abendblatt.de/kultur-live/article2187385/Frauenmusikzentrum-Investor-dringend-gesucht.html

 


 

Gleiches Recht für Musikerinnen

Hamburger Abendblatt, 14.02.2012
Rubrik "Offen gesagt" - Ein Kommentar von Birgit Reuther

Braucht Hamburg ein Frauenmusikzentrum wie das FMZ, das nun nach 25 Jahren von der Kündigung bedroht ist? Ja.

Viele mögen argumentieren, dass unsere Gesellschaft bereits viel emanzipierter sei, als dass sie ein rein weibliches Soziotop bräuchte. Doch nach wie vor ist der Anteil an Musikerinnen, die in Bands ein Instrument spielen, äußerst gering. Nicht jede Frau braucht eine männerfreie Zone, um sich auszuprobieren. Aber dass der Bedarf danach groß ist, zeigt die wachsende Nachfrage beim FMZ.

In der Wirtschaft ist oft von der "gläsernen Decke" die Rede, wenn patriarchale Strukturen die Karriere von Frauen behindern. Zwar existieren in der Kunstproduktion meist nicht so eindeutige Hierarchien wie in Unternehmen. Aber auch in der Musikbranche ist, wie in den Chefetagen, die Gleichberechtigung nicht erreicht. Das bedarf der Diskussion beider Geschlechter. Um ihre Standpunkte jedoch (zunächst) unter sich zu klären, schließen sich Frauen zu Netzwerken zusammen, ob nun Managerinnen oder Musikerinnen.

Das FMZ ist bei Weitem kein ewig gestriger Klub männerhassender Strickschwestern, die ein wenig musizieren. Mit Aktionen wie dem Mädchenbandcoaching "Sistars" hat der Verein wichtige Impulse für den Musikstandort Hamburg gesetzt. Das wissen auch die Kollegen. Klubs wie das Knust (von Männern geleitet!) unterstützen das FMZ. Der Maler und Musiker Nils Koppruch (ein Mann!) ließ eines seiner Bilder zugunsten des Vereins versteigern. Denn letztlich geht es doch um eines: die Kunst.

 

Artikel einsehbar unter folgendem Link:

http://www.abendblatt.de/hamburg/article2187392/Gleiches-Recht-fuer-Musikerinnen.html

 


 

08.02.2012, Tide TV, "Hamburg immer anders"

Das Frauenmusikzentrum ist Thema bei Tide TV!
 

 


 

Kündigung

Hamburger Abendblatt, Freitag 27.01.2012
Frauenmusikzentrum verliert Räume in Ottensen

Das Frauenmusikzentrum (FMZ) in Ottensen muss nach 25 Jahren seinen Standort räumen. Der Verein hat nun zwölf Monate Zeit, neue Räume zu finden. "Damit ist das FMZ das nächste Gentrifizierungsopfer", sagt  Geschäftsführerin Maria Pallasch. Auf 200 Quadratmetern können Musikerinnen bisher für 45 Euro im Monat Proberäume, Instrumente und Aufnahmestudio nutzen. "Die Nachfrage ist groß, die Kündigung ein Schlag in die Magengrube", so Pallasch.